Plexiclone Kit

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Plexiclone Kit

Beitragvon haensi » Sa 22 Mär, 2014 15:16

Ich habe mich natürlich umgehend und mit grosser Vorfreude an den Zusammenbau meines neuen Plexiclone Kits gemacht! Anhand der vorbildlichen Dokumentation war die Realisierung des Projektes im Grossen und Ganzen problemlos. Einzige Stolpersteine könnten allerdings verpolte Dioden und LEDs sein, was eben gute Konzentration und präzises Arbeiten verlangt. Einige Löterfahrung und eine feine Lötspitze sind allerdings absolute Voraussetzung. Das Gerät hat bereits beim ersten Testlauf tadellos und störungsfrei funktioniert, und das Resultat hat mich sogleich umgehauen: Insbesondere in Kombination mit einer guten Strat ist der Sound absolut erste Sahne, Hendrix lässt grüssen! Die Vielseitigkeit des Pedals lässt absolut keine Wünsche offen - man hat einen echten "Dreikanaler" in einer Bodentreterkiste, ich bin begeistert. Selbst vor einem clean eingestellten Amp macht der Plexiclone eine ausnehmend gute Figur. Trotzdem gibt es kleine Kritikpunkte: 1.) Die Stromanschlussbuchse ist ungünstig platziert und kommt mit der Hauptplatine in Konflikt. dicke Unterlagsscheiben haben die Buchse nun etwas weiter nach aussen verlegt! 2.) Die Booststufe greift für meinen Geschmack etwas zu heftig ins Geschehen ein und könnte leicht "gedrosselt" werden (Die 9Uhr Position ist schon fast zu viel des Guten!) 3.) Die Gehäusebohrungen für die Potis sind etwas zu knapp bemessen, da muss nachgearbeitet werden. 4.) Die Montage der LED Halterungen, bzw. Fresnellinsen ist ein Gefummel und ohne Sekundenkleber halten die Teile einfach nicht! Bessere Fassungen wären wünschenswert! Ich meckere jetzt auf hohem Niveau, denn das Kit ist wirklich absolut empfehlenswert. Ich werde wohl bald für befreundete Gitarristen nachbestellen müssen!
Vielen Dank Uwe, du hast einmal mehr einen grossen Wurf gelandet! :-D

Urs Haensler, Schweiz
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon bleiplombe » Sa 22 Mär, 2014 19:30

Hallo

Ich habe mein Plexi auch fertig und bin sehr angetan vom Klang, aber leider
ist bei mir der Ausgangspegel viel zu hoch!
Bei der Scala von 0-10, habe ich schon ab 1,5 (Level) einen starken Anstieg der Verstärkung!
Normalerweise erwarte ich den Anstieg ab ca. 5-6.
Der Boost ist bis 2 sehr gut, aber dann...wird's viel zu laut.
Mein Eingangspegel 0,18 Vss und bei Einstellung 1,5 ist der Eingangs und Ausgangspegel in etwa gleich, bei 10 am Levelregler bin ich bei ca. 8Vss.
Das schein mir etwas viel zu sein :wink:
Den Boost bekomme ich auf 9Vss.
Die Bauteile und Verdrahtung habe ich durch gemessen, da ist alles i.O.
Die Bezeichnungen der IC´s 2+3 auf den Layout vertauscht!
Beim Messen fiel mir auf, das das Signal von IC2B Pin 7 nur an IC3A Pin2 messbar ist, wenn ich den Chip entferne.
Am Pin 1 von IC3A kommt aber ein sehr hochpegeliges Signal raus, welches sich durch die Klangregelung beeinflussen lässt.
Verbaut sind LF353P, im Schaltplan sollten es LF353N sein, gibt es da Unterschiede??

Im Moment trete ich ein wenig auf der Stelle, vielleicht hat jemand einen Tipp.


Gruß
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » So 23 Mär, 2014 10:47

HI,
Also ein Fehler auf der Platine gibts nicht, da ich das Teil schon mehrfach aufgebaut habe. Die Teile entsprechen dem des Carl Martin. Mir selber wäre es auch zu heftig. Man kann das Problem, allerdings einfach lösen. Hi-Gain Poti 500K-A, Boost meinetwegen 100K-A. Ändere ich das jezt, kommen die nächsten und sagen, das entspricht nicht dem original.
Mit den Fresnellinsen hatte ich keine Probleme. Das hält auch ohne Sekundenkleber.
Die Bohrunge sind genau 7mm, bei den Mustern hat es gepasst, ist allerdings keine Problem die auf 7.5mm zu fräsen. Die DC-Buchse wurde schon ein bischen versetzt, und wenn man das Masse pin nach links hat und abbiegt stösst auch nichts an die LEiterplatte. Im ersten Muster war es schlimmer :-D .
LF353N oder P ist erstmal dahingestellt. In der Eagle Bib. war die Bezeichnung nur N. Ich muss kaufen was ich bekommen kann :-D .
Es ist und bleibt ein Bausatz und kann natürlich von jedem seinen Vorstellungen angepasst werden. Aber irgendwo muss auch ich Kompromisse machen und kann nicht zig. verschieden Versionen auf den Markt schmeissen.
Ich sah gerade oben im Bild noch, warum muss man die LED's an der Katode noch mit Draht verlängern?. Die Beine reichen bis an den Schalter und halten die LED damit zusätzlich und es gibt auch keine Wackeleien mehr mit den Fresnellinsen und deren Haltern.

MfG uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon haensi » Fr 28 Mär, 2014 21:17

Wie von Uwe empfohlen, kann das Gainverhalten durch den Wechsel der Potis etwas gemässigt werden. Ich habe dies probeweise mit parallel eingelöteten Festwiderständen probiert und werde die entsprechenden Potis bei meiner nächsten Bestellung ordern! Zusätzlich habe ich jeweils eine LED in den beiden Zweigen gebrückt (mittels Miniswitch schaltbar), was v.a. bei höheren Gainsettings eine deutliche Besserung bringt. Ausprobieren lohnt sich. :-D
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » Mi 11 Jun, 2014 11:37

Hi,
Da einige gefagt hatten, ob es möglich wäre das ganze auch als True Bypass Version zu machen, da ja angeblich der Buffer etwas schluckt habe ich mir mal die Mühe gemacht :-D , daß ganze aufzuzeichnen.
Dazu muss gesagt werden. Im TB Modus kann der Boost nun auch separat genutzt werden und ist vom Rest abgekoppelt. Von der Sache her läuft es so wie in meinem "TD-2 Mosfet Edition".
Allerdings braucht ihr dazu 2 3PDT Schalter, wenn auch die LED's genutzt werden sollen, was eigentlich logisch ist.
Einmal als Bild und enmal als *pdf zum ausdrucken.


MFG uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » Do 14 Aug, 2014 09:06

Moin!
Ich habe mich mal daran gemacht das Plexiclone Kit aufzubauen.
Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mit sehr viel Bedacht gearbeitet habe, doch als ich fertig war und dann testen wollte kam nur ein leises krächzen aus der Kiste. Die Schalter haben keinen Einfluss darauf und die Potis nur sehr gering bis gar nicht.
Als ich dann heute Morgen die Kiste nochmal zum Überprüfen öffnete, steckte ich das Netzteil ein. Es leuchteten Kurz die Dioden D3 und D4 auf. Danach funktionierten nichtmal mehr die Status LED's, was sie gestern getan haben.
Habt Ihr vielleicht einen Ansatz, wo ich den Fehler suchen könnte? Ich bin grad ein wenig frustriert, weil das letzte Kit sehr gut funktioniert hat und ärgere mich ein wenig über mich selbst. Ein Schubser in eine mögliche Richtung wäre schön.

Danke und Grüße,
Ingo
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » Fr 15 Aug, 2014 11:34

Moin,
also ich hab jetzt das Kit nochmal mehr oder weniger komplett auseinander gehabt. Die Platine nicht. Nach erneutem zusammenlöten ist die Problematik immer noch genau die selbe. Was mir merkwürdig erscheint, ist, dass ich wenn ich auf der Platine (bzw. generell) zwischen Plus und Minus messe nur 0,7V messe. So, als ob ich den Spannungsfall über ne Diode messen würde. Wärend ich das hier gerade schreibe fätt mir ein, mal D2 durchzumessen. Die ist wohl durch. Hab in beide Richtungen Durchgang. Habe ich bei D1 allerdings auch... Bei D1 habe ich nen Spannungsfall von ca 0,4V und bei D2 ca 0,3. Macht ja 0,7V zusammen. aber am Plus-Pol von D2 sollte ich ja eigentlich ca 8,7V gegen Masse messen. Da sind aber nur 0,7... Unnu?

Grüße,
Ingo
Zuletzt geändert von gitarero am Fr 15 Aug, 2014 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » Fr 15 Aug, 2014 11:44

HI,
Eigentlich kann die nicht durchbrennen, da sie in Flußrichtung gepolt ist und es mindestens ein Strom von ca. 1A ! fliessen muss damit es die durchhaut. In dem Falle würden auf deiner Platine nur noch die Bondrähte stehen. Bist du dir auch sicher das sie richtig herum ist?. Als nächstes solltest du dann die Spannungen am ICL7660 messen. Wo auf jdeden Fall +und - 9V gegen Masse zu messen sein müssen. Ansonsten läuft die ganze Sache auch nicht.

MfG uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » Fr 15 Aug, 2014 12:06

Also, am ICL7660 messe ich deutlich zu wenig. Ich denke, ich habe irgendwo ziemlich am Spannungseingang nen Kurzschluss, da ich ja direkt zwischen + und - irgendwas um 9V messen müsste. Da sinds aber nur 0,7. Ich suche...

...Also es muss doch irgendwo auf der Platine sein. Wenn ich + ablöte und von dort gegen Masse messe habe ich im Leerlauf des Netzteils 14V. Ich hoffe es lag nicht daran. Wobei es bei den ersten Testläufen damit immer geklappt hat. Zumindest die LED's.
Wie gesagt, ich habs gestern eingesteckt, dann leuchteten kurz LED's D3 und D4 und dann war Ende im Gelände.
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » Sa 16 Aug, 2014 05:20

Hi,
Dann löte mal deine Spannungsversorgung ab, und miss einfach mal den ohmschen Widerstand am Eingang, also +Ub gegen Masse. Wenn du da einen niedrigen Widerstand unter 100R oder noch weniger hast, liegt irgendwo ein Kurzschluss vor, und deine Spannung bricht dann sofort zusammen.
Wenn ich diese Messung mache bei bestückter Platine kommen ca. 3.89MOhm raus. (+9V gegen Masse).

Uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » Sa 16 Aug, 2014 09:45

Soooo, D2 war doch der Bösewicht. Sie war definitiv richtig rum drin (schwarzer Strich auf weissem Strich), aber irgendwie durch...
Chrunch und Hi-Gain funktionieren auch und klingen super (was man jetzt so zum testen an Laptop Lautsprechern hören kann...) Aaaaaber: Der Boost macht das genaue Gegenteil von dem, was er tun soll. Bei 0 Einstellung ist alles wie vorher, wenn ich ihn hoch drehe, wirds Signal leiser... Was hab ich denn da noch vermurkst?

Grüße,
Ingo
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » Sa 16 Aug, 2014 09:54

Hi,
pins vertauscht 1, 2 , 3 , oder was zusammengelötet. Nach rechts muss lauter werden, da mit dem Poti der Widerstand in der Gegenkpopplung vom 2 -OPV vergrössert wird. Mit dem 100K ca. 5fach von dem was vorne anliegt . (vorm OPV-Eingang) nach der Drive sektion.

Uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » Sa 16 Aug, 2014 10:30

Hi,
also Pins vertauschen wird bei dem Aufbau ja eigentlich schwer ;)
Ich messe bei Linksanschlag Durchgang von Pin 1 zu 3 (Pins 2&3 sind ja verbunden) und bei Rechtsanschlag die 100k und die 122k zwischen Pins 6&7 am IC3. Ist das Richtig rum? Sollte ja eigentlich.

Oder könnte es an der Momentan fehlenden Zener Diode (D2) liegen? Eigentlich denke ich nicht, da diese ja zur Spannungsstabilisierung eingesetzt wird und der Rest ja funktioniert. Der Tone Regler geht ja auch und wenn ich das richtig aus dem Plan lese, ist dieser in der Gegenkopplung des anderen OPs im IC3...
Oder bricht dann doch Aufgrund der fehlenden Diode die Spannung beim letzten IC zusammen? Kann ich mir ja fast nicht vorstellen.

Grüße,
Ingo

P.S.: Ich habe dann nochmal die Spannungen gemessen... Mit der Batterie (im Leerlauf 8,6V) hab ich am ICL auch nur 5,irgendwas am V+. Ich trau mich jetzt nur nicht ohne D2 das Netzteil mit knapp 14V Leerlaufspannung anzuschließen. Aber so wie es aussieht könnte das ja doch was mit mangelder Spannung zu tun haben, richtig?
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon Uwe K. » Sa 16 Aug, 2014 16:13

Hi,
kann ich so nicht beurteilen, aber wenn du ohne die Z-Diode den ICL7660 fütterst, isser hin. Der verträgt nur 12V. Allerdings mit einer 9V Batterie soltle es problemlos laufen selbst mit dem Spannungsabfall über die 1N5817 kommst du dann immer noch auf +/- 8.7V ca. und das ist das doppelte von herkömmlichen Schaltungen gegenüber Massepotential.
Das einzigste was mir noch einfällt, wäre eine falsche Verdrahtung des Boostschalters, das er das Poti immer kurzschliest und dann kannste drehen bis du schwarz wirst. Ansonsten mus wenn der Boostschalter aktiv ist, d.h Poti frei gegeben, sich ein Wert von (links) 22K bis ca. (rechts) 122 K regeln lassen - (gemessen IC3 Pin 6 und 7) und damit auch die Verstärkung des Boosters. ISt eigentlich ne ganz simple Schaltung.

MfG Uwe
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Re: Plexiclone Kit

Beitragvon gitarero » So 17 Aug, 2014 09:07

Moin nochmal,
mir ist gerade etwas aufgefallen:
Könnte es sein, dass im Schaltplan oder auf der Platine JP1 und JP2 vertauscht sind? Der JP2 auf der Platine hängt bei mir nämlich am Boost (Pin1 ICL7660) und der JP1 an LV (PIN6 ICL7660). (Edit: Nach ein wenig Recherche und Datenblattwälzerei bin ich mir sicher, dass die Bezeichnungen im Schaltplan vertauscht sind.)

Dabei ist mir noch ein Fehler meinerseits aufgefallen: Irgendwie hab ich am Pin1 vom ICL7660 immer ne Verbindung zu V+. Egal, ob mit oder ohne Jumper.
Ich habe auch mal alle Spannungen am ICL7660 gemessen. Diese Spannungen sind bei 7,67V hinter D1 gemessen:
Pin1: 7,67V
Pin2: 3,78V
Pin3: 0V
Pin4: -3,06V
Pin5: -6,24V
Pin6: 3,18V
Pin7: 5,64V
Pin8: 7,65V

Ich weiß nicht, aber ich glaube, da ist irgendwas im argen.

Grüße,
Ingo
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