Vorstufe umgehen/abschalten?

Das ist die Kategorie für eure selbstgebauten Verstärker, oder Projekte welche mal einen ergeben sollen

Vorstufe umgehen/abschalten?

Beitragvon zeckenhead » Mo 21 Apr, 2008 10:18

Habe zwei Hiwatt Customs, einen Custom 20 Combo (EL84) und einen Custom 100 Top (EL34). Die britische Custom series ist ja bekanntermaßen gleichermaßen überteuert wie spartanisch ausgerüstet.

Mich interessiert schon seit längerem, ob es nicht möglich ist, beide Modelle ohne viel Aufwand derart umzubauen, dass man die Vorstufe bei Bedarf einfach umgehen und von einer anderen Vorstufe aus direkt in die Endstufe gehen, den jeweiligen Hiwatt also einfach als "Slave" nutzen kann. Ideal wäre dann natürlich, wenn man die Hiwatt-Vorstufen dann einfach bedarfsgemäß an- und ausknipsen kann, also "aus", wenn man eine andere Vorstufe benutzt, und "ein", wenn der Hiwatt für sich läuft.

Wie wären hier die Überlebenschancen bei DIY?
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Beitragvon Uwe K. » Di 22 Apr, 2008 04:06

Hi,
Ich weiss nicht genau wie deine Erfahrungen bei Röhrenprojekten sind, denn es liegen stellenweise doch erheblich hohe Spannungen über 300V an. Ein falscher Griff und deine Überlebenschancen gehen gegen Null.
Der einfachste Weg wäre eigentlich, falls nicht schon vorhanden einen seriellen Effektloop dazu zu missbrauchen. d.h. du würdest von irgendeinen beliebigen Preamp mit dem Ausgangssignal auf den Return des Amps gehen.
Falls der nicht vorhanden ist, müsste man den halt nachrüsten, was allerdings immer ein Eingriff in die originale Schaltung bedeutet.

MFG uwe
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Beitragvon zeckenhead » Di 22 Apr, 2008 08:00

Der Effektloop ist nicht vorhanden. Hiwatt Custom Series bedeutet: Vorstufe, Endstufe, zwei Gitarreneingänge, Klangregelung, Ausgänge für Lautsprecher. Schätze, mit Effektloop würde ein GB Hiwatt ca. 800,- EUR mehr kosten.

Ich kann Röhren rausziehen und wieder reinstecken. Reichen diese Fachkenntnisse für den Umbau?
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Beitragvon zeckenhead » Di 22 Apr, 2008 11:29

naja, hat wohl keinen zweck..
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Beitragvon Uwe K. » Di 22 Apr, 2008 12:01

Hi,
Also Röhren rein und raustecken, reicht hier allerdings bei weitem nicht. Bei den Hiwatt's wäre der Punkt z.b. der Ausgang vom Masterregler ,welcher vor dem Katodenfoger und der PI liegt. Aber das solltes du dann wirklich einem Fachmann überlasssen.

MfG Uwe
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Beitragvon zeckenhead » Do 01 Mai, 2008 13:35

Sorry, hatte gar nicht mehr reingeschaut, weil ich das Lesezeichen zum Forum aus Versehen "vergraben" hatte.

Kannst Du einschätzen (vielleicht aus Erfahrung), was eine Werkstatt für solch einen Umbau verlangen kann (am besten incl. abschaltbarer Vorstufe, so dass man eine vorhandene alternative Vorstufe verwenden kann, ohne dass die Amp-Vorstufe unnötig eingeschaltet bleibt)?
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Beitragvon Uwe K. » Mo 05 Mai, 2008 05:16

Hi,
Das kann man schwer so sagen, da die Stundenlöhne der Leute ja doch variieren. Am besten ist du holst dir von verschiedenen ein Angebot ein. Ein Quelle wäre z.b. Finkenhäuser. Ich habe aber leider keinen passenden Link parat. Mal über Google versuchen.

MfG uwe
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Beitragvon zeckenhead » Do 05 Jun, 2008 13:18

Der Hiwatt Custom 20 Combo war inzwischen in der Werkstatt. Ich weiß nicht, ob der Werkstattmeister und ich aneinander vorbeigeredet haben, aber der Custom 20 besitzt nun eine zusätzliche Insertbuchse, der kleine Umbau wurde vorab mit 60-90,- EUR veranschlagt, am Ende trafen wir uns irgendwo in der Mitte. - Was ich von dieser Insertbuchse erwarte ist, dass ich

a) ein Volumepedal zwischen Vor- und Endstufe hängen kann und
b) eine Vorstufe XY anstatt der eingebauten Hiwatt-Vorstufe verwenden, die Hiwatt-Vorstufe also umgehen kann.

Volumepedal per Insertkabel reingehängt: Klappt wunderbar. Der Verstärker klingt bei runtergepegeltem Volumepedal NICHT einfach so, als würde man den Master runterregeln - der Werkstattmensch hatte mir ja auch erklärt, der Insert greife HINTER dem Masterregler ein.

Wenn ich nun testweise mit der Gitarre über das Insert-Kabel ("Sleeve-Anschluss") in den "Insert" gehe, scheine ich also tatsächlich direkt in der Endstufe zu landen ...

Dass der "Insert" hinter dem Mastervolume-Regler ansetzt, ist beim Anschließen des Volumepedals an den Insert an und für sich ja eine tolle Sache: So habe ich einen vergleichsweise "offenen" Ton auch bei verhältnismäßig geringer Lautstärke, welcher, zumindest bei der Custom-Serie, meiner Erfahrung nach erst bei mindestens 3/4 aufgedrehtem Masterpoti aufzublühen beginnt.

Das Problem aber ist: Schließe ich eine Vorstufe XY an den "Insert" an (deren Volume für den guten Ton ja ebenfalls ein Stückweit aufgedreht sein sollte), knallt mir die Vorstufe dann quasi ungebremst in die voll aufgerissene Endstufe hinein! - Der Werkstattmensch hatte mir ja schon erklärt, dass der Insert HINTER dem Master ansetzt - was er, wie ich das im Moment sehe, übersehen hatte, ist, dass, sobald ich eine andere Vorstufe davorhänge und den Hiwatt nur noch als Slave benutze, der Hiwatt selbst in der Lautstärke nicht mehr regelbar ist, sondern permanent volles Volume liefert!

Wie ist das in den Griff zu bekommen? Ein Anschließen des Volume-Pedals hinter die Vorstufe XY wäre ja auch keine Lösung, weil das Volume-Pedal im "Livebetrieb" ja schon ganz durchgedrückt sein und eher beim passegeweisen "Leisermachen" Anwendung finden sollte.

-------
Was ich beim Werkstattprofi-Monolog eh nicht verstanden habe: Einerseits sagt er mir, der Insert setzt hinter dem Master an, liege also quasi zwischen Endstufe und Lautsprecher, andererseits sagt er mir, hinter der Endstufe könne man nichts mehr regeln, oder wenn, dann bräuchte man riesenhafte, dicke Potis und keine mit 100-oder-was Ohm. (Oder eine Powerbrake, dachte ich noch). Aber schließt die eine Behauptung die andere nicht aus?

Als Volume-Pedal benutze ich ein ganz normales von Ernie Ball.
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Beitragvon Uwe K. » Fr 06 Jun, 2008 03:36

Hi,

direkt auf die Endstufe gehst du nicht, da bei den HW noch zwei Katodenfolger nach dem Masterregler liegen. Ich würde das ganze umklemmen (umlegen) vom Masterregler auf den Lug 2 Vom Treble Regler (220K lin) bzw. danach sollte noch ein Widerstand 22K kommen und dann gehts auf Lug 3 vom Masterregler.

MFG uwe
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Beitragvon zeckenhead » Fr 06 Jun, 2008 08:08

Würde das bedeuten, man würde fortan mit dem Treble-Regler den Master regeln? - Und wenn man den Amp dann mal "nur" als Standalone-Gerät benutzen will?
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Beitragvon Uwe K. » Fr 06 Jun, 2008 08:27

Hi,
Nein. Indem wo du von lug 2 vom Treble auf den Send gehst hast du beim Return Weg dann den MAster regler mit drinne. Du kannst auch vom Lug3 vom masterregler abklemmen, damit gehst du auf Send und Return geht dann wieder auf Lug3 vom Master.
Da der liebe Mann das ja mit Sicherheit wie bei einem Mixer mit ner Stereobuchse gemacht hat, musst nur gucken, dass du Tip und Ring nicht vertauscht.


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Beitragvon zeckenhead » Fr 06 Jun, 2008 13:42

Das werde ich dem lieben Mann mal mailen, danke.
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