Tonebender Problem

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Tonebender Problem

Beitragvon displex » Fr 26 Dez, 2014 20:39

Hallo zusammen, mein Name ist Thomas, ich bin 54 Jahre und habe rel. wenig elektronische Erfahrung, habe mich bisher an Hauselektrik und Gitarrenverdrahtung rangewagt.
Hab den Tonebender vor ein paar Tagen bestellt und auch gleich aufgebaut, einige Missgeschicke sind mir passiert die ich wohl behoben hab, die Germanium Transistoren hatte ich stehend verbaut, war dadurch zu hoch , musste ich dann umlöten, den SPDT hatte ich zuerst falsch angeschlossen und eine Diode hatte ich zuerst an der falschen Stelle und hab dafür fälschlicherweise 2 Bohrungen erweitert.
Der Tonebender ist mein erster Bausatz. Im Prinzip funktioniert er, nur halt nicht perfekt, kann ja sein, dass ich ein Bauteil verbraten habe?

Hab jetzt alles mehrfach kontrolliert und durchgemessen, finde aber nichts.


Die Messwerte bei 9,3V
Q1 E-7,6 B-7,3 C-5,8
Q2 E-7,7 B-7,6 C-5,8
Q3 E-9,1 B-9,0 C-8,9

passen bis auf Q3C 8,9 ist ja deutlich zu hoch,

Probleme am Sound,
klingt nicht kontinuierlich ab, sondern bröckelt ab beim ausklingen.
Bei Fuzz/Drive Regler auf 80-100% gibt es Brumm Störgeröusche
und der Regler nimmt beim Zurückdrehen die Höhen weg.

Einen Teil der Problembeschreibung hatte ich schon gefunden, allerdings ohne die richtige Lösung
http://forum.musikding.de/vb/forum/diy- ... #post22085

Wenn ich noch irgendwelche Messwerte berichten soll gerne. Bitte um Hilfe, komme gerade nicht weiter.

Hier noch einige Bilder
Dateianhänge
IMG_4462 (Medium).JPG
IMG_4449 (Medium).JPG
Innenleben
IMG_4445 (Medium).JPG
Lötseite
schon zig mal auf Lötbrücken durchgemessen
IMG_4442 (Medium).JPG
Bestückung
Kondensatoren und Dioden richtig gepolt?
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon displex » Mo 29 Dez, 2014 10:29

Habe jetzt alle Knotenpunkte an der Platine gegen Masse und gegen Plus ausgemessen um Lötfehler zu finden,
scheint alles zu passen,
was kann ich noch tun?

noch eine Verständnisfrage:
auf dem "orig." Plan ist oben Links ein 22uf Kondensator, vermute zur Spannungsstabilisierung,
was vergleichbares habe ich im MEK Plan nicht gefunden, das wird wohl bedeuten, dass man darauf verzichten kann?
Dateianhänge
IMG_4466_k.JPG
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon TI1005 » Do 08 Jan, 2015 10:38

Hallo zusammen,
gab es hier noch etwas neues? Ich habe ganz ähnliche Probleme mit dem Tone Bender, ich habe den Eindruck, daß nur Q3 wirklich arbeitet. Rein messbare Abweichungen habe ich am Emitter Q1 und Q2, hier liegen jeweils nur 0,5 V an. Gemessen mit Potis voll aufgedreht, Gitarrensignal am Input, gegen Masse gemessen. Bin für jeden Hinweis dankbar weil Anfänger...
Mit Audiosonde habe ich ebenfalls getestet, daher der Eindruck, daß nur Q3 wirklich was tut - generell kommt Signal aus dem Gerät raus, ist aber nur wenig Fuzzy und ein Höhenabbruch bzw. "Pumpen" hat es auch ab und zu.
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon Uwe K. » Do 08 Jan, 2015 17:41

Hi,
Wenn nur Q3 arbeiten würde, würde nichts gehen. Q1 ist ein normaler Emitterfolger und Q2 in Verbindung mit Q3 ergeben ein ganz normales klassisches FuzzFace.
Nach Q1 muss das Signal schon verstärkt sein.

uwe
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon displex » Fr 09 Jan, 2015 14:45

Habe den Tonebender jetzt auf einem Breadboard aufgebaut und das Teil funktioniert :-D

Habe den Tonkondensator am Ende von 15 auf 6,8nF geändert, da mein VOX eh recht dumpf klingt und das Fuzz Poti auf 500k-B geändert.
Den Eingangskondensator dafür von 6,8 auf 15nF geändert da er mir vorher etwas zu flach klang.

Trotz dem 500k Poti finde ich die Zerre doch schon sehr kräftig, bei komplett zugedrehtem Fuzz Poti, wo kann ich da noch was machen?

Hab schon versucht am Q3 mit anderen Transistoren mit 60hfe und 100hfe zu experimentieren, bringt aber nicht viel nur dass es sich mit 60hfe dumpfer anhört.
Die Abhängigkeit von zugedrehtem Fuzz und etwas dumpferem Ton habe ich auch bei meinem Testaufbau, ebenso dass ein voll geöffnetes Fuzzpoti nicht brauchbar ist da dann Störgeräusche auftreten. Kann ich da einfach einen Festwiderstand davorhängen?

Dann ist mir auch beim Testaufbau aufgefallen, dass der Bender beim zurückdrehen am Vol Poti der Gitarre extrem reagiert, wie kann man denn die Empfindlichkeit auf das Gitarrensignal abschwächen? bis 8 kräftiger Klang darunter schnell leise dumpf wenig Verzerrung.


Ach so, Nachtrag:
Bei mir lag offensichtlich der Fehler am Erstaufbau an der schlecht verlöteten Diode an Q3,
Nun hab ich etwas Löterfahrung gesammelt, die Schaltung ein wenig verstanden und mir vernünftiges Werkzeug wie Lötstation und Multimeter zugelegt.
Kann eigentlich nur noch Schusseligkeit sein, wenn der nächste Aufbau nicht klappt.
Es liegen bereits weitere Pedale hier, die auf den Aufbau warten.
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon Uwe K. » So 11 Jan, 2015 17:36

displex hat geschrieben:Habe den Tonebender jetzt auf einem Breadboard aufgebaut und das Teil funktioniert :-D

Habe den Tonkondensator am Ende von 15 auf 6,8nF geändert, da mein VOX eh recht dumpf klingt und das Fuzz Poti auf 500k-B geändert.
Den Eingangskondensator dafür von 6,8 auf 15nF geändert da er mir vorher etwas zu flach klang.
Der originale TB hatte da 2n2 drinne, das war mir zur spitz, daher der 15nF. Ist alles Geschmacksache. Mit dem 6n8 heist es nicht umsonst flat. Durch den Schalter wird der 68n zugeschaltet dann ist volles Brett. Origianal sinds 100nF

Trotz dem 500k Poti finde ich die Zerre doch schon sehr kräftig, bei komplett zugedrehtem Fuzz Poti, wo kann ich da noch was machen?
Du könntest als erstes versuchen den 3K3 an Q2zu vergrössern, damit gibts weniger gain

Hab schon versucht am Q3 mit anderen Transistoren mit 60hfe und 100hfe zu experimentieren, bringt aber nicht viel nur dass es sich mit 60hfe dumpfer anhört.
Die Abhängigkeit von zugedrehtem Fuzz und etwas dumpferem Ton habe ich auch bei meinem Testaufbau, ebenso dass ein voll geöffnetes Fuzzpoti nicht brauchbar ist da dann Störgeräusche auftreten. Kann ich da einfach einen Festwiderstand davorhängen?

Dann ist mir auch beim Testaufbau aufgefallen, dass der Bender beim zurückdrehen am Vol Poti der Gitarre extrem reagiert, wie kann man denn die Empfindlichkeit auf das Gitarrensignal abschwächen? bis 8 kräftiger Klang darunter schnell leise dumpf wenig Verzerrung.
Garnicht, das haben FF im allgemeinen ansich, mit zuwenig Eingangssignal gibts keine Verstärkung und damit, bricht der Ton ab


Ach so, Nachtrag:
Bei mir lag offensichtlich der Fehler am Erstaufbau an der schlecht verlöteten Diode an Q3,
Das sind NOS Dioden, wo die Anschlussdrähte manchaml schon angelaufen sind, und sich damit schlecht löten lassen, bzw. keine Verbindung mit dem zinn eingehen (Glasfaserpinsel) behebt sowas oder auch ein Lackratzer
Nun hab ich etwas Löterfahrung gesammelt, die Schaltung ein wenig verstanden und mir vernünftiges Werkzeug wie Lötstation und Multimeter zugelegt.
Kann eigentlich nur noch Schusseligkeit sein, wenn der nächste Aufbau nicht klappt.
Es liegen bereits weitere Pedale hier, die auf den Aufbau warten.
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon displex » Sa 17 Jan, 2015 08:14

Hallo Uwe, vielen Dank für deine Tipps, habe einige Veränderungen ausprobiert und einiges wieder verworfen, ein wegregeln des Fuzzsounds wie bei einem Big Muff ist wohl nicht möglich. Habe mich damit arangiert, einige für mich nicht so optimale Sachen habe ich hinbekommen.

Uwe K. hat geschrieben:
displex hat geschrieben:Habe den Tonebender jetzt auf einem Breadboard aufgebaut und das Teil funktioniert :-D

Habe den Tonkondensator am Ende von 15 auf 6,8nF geändert, da mein VOX eh recht dumpf klingt und das Fuzz Poti auf 500k-B geändert.
Den Eingangskondensator dafür von 6,8 auf 15nF geändert da er mir vorher etwas zu flach klang.
Der originale TB hatte da 2n2 drinne, das war mir zur spitz, daher der 15nF. Ist alles Geschmacksache. Mit dem 6n8 heist es nicht umsonst flat. Durch den Schalter wird der 68n zugeschaltet dann ist volles Brett. Origianal sinds 100nF

Bin jetzt sogar auf 4n7 statt orig. 15n

Trotz dem 500k Poti finde ich die Zerre doch schon sehr kräftig, bei komplett zugedrehtem Fuzz Poti, wo kann ich da noch was machen?
Du könntest als erstes versuchen den 3K3 an Q2zu vergrössern, damit gibts weniger gain
habe ich probiert bin aber auf 3k3 zurück

Hab schon versucht am Q3 mit anderen Transistoren mit 60hfe und 100hfe zu experimentieren, bringt aber nicht viel nur dass es sich mit 60hfe dumpfer anhört.
Die Abhängigkeit von zugedrehtem Fuzz und etwas dumpferem Ton habe ich auch bei meinem Testaufbau, ebenso dass ein voll geöffnetes Fuzzpoti nicht brauchbar ist da dann Störgeräusche auftreten. Kann ich da einfach einen Festwiderstand davorhängen?

Der 500k bleibt, habe 43k vor das Poti gehängt somit keine Störgeräusche mehr bei max und hab paralel zum Poti einen 471pf Kondensator damit bleiben die Höhen bei runtergeregeltem Fuzz

Dann ist mir auch beim Testaufbau aufgefallen, dass der Bender beim zurückdrehen am Vol Poti der Gitarre extrem reagiert, wie kann man denn die Empfindlichkeit auf das Gitarrensignal abschwächen? bis 8 kräftiger Klang darunter schnell leise dumpf wenig Verzerrung.
Garnicht, das haben FF im allgemeinen ansich, mit zuwenig Eingangssignal gibts keine Verstärkung und damit, bricht der Ton ab

habe den 47k Eingangswiderstand auf 30k reduziert, klingt für mich runder
Passt das oder ist das ein drehen an der falschen Stelle.


Ach so, Nachtrag:
Bei mir lag offensichtlich der Fehler am Erstaufbau an der schlecht verlöteten Diode an Q3,
Das sind NOS Dioden, wo die Anschlussdrähte manchal schon angelaufen sind, und sich damit schlecht löten lassen, bzw. keine Verbindung mit dem Zinn eingehen (Glasfaserpinsel) behebt sowas oder auch ein Lackkratzer
Nun hab ich etwas Löterfahrung gesammelt, die Schaltung ein wenig verstanden und mir vernünftiges Werkzeug wie Lötstation und Multimeter zugelegt.
Kann eigentlich nur noch Schusseligkeit sein, wenn der nächste Aufbau nicht klappt.
Es liegen bereits weitere Pedale hier, die auf den Aufbau warten.


Der Bender klingt jetzt verdammt gut und das bei runtergeregelten so wie auch bei voll aufgedrehtem Fuzz
Für weniger Zerre nehm ich halt ein anderes Pedal, sind ja genügend da, als Universalverzerrer für mich nicht das richtige, aber Sägesound bei Satisfaction oder Paranoid einfach perfekt
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Re: Tonebender Problem

Beitragvon displex » So 18 Jan, 2015 19:43

displex hat geschrieben:habe den 47k Eingangswiderstand auf 30k reduziert, klingt für mich runder
Passt das oder ist das ein drehen an der falschen Stelle.



Wurde wieder auf 47k geändert da sonst das schöne lange Sustain mit Feedbackneigung bei "alle Regler auf 100%" leider weg war.[/quote]
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